Urlaubsbericht nächster Teil.
Also der erste Tag und vor allem der erste Ausritt war ja noch nicht vorrüber. Nachdem wir uns also sortiert und diskutiert hatten ob wir weiterreiten, zurückreiten oder in Hofnähe bleiben, sind wir dann doch noch über die Straße und dort geritten - und haben uns verritten. Die Karte hatten wir schlauerweise im Stall gelassen - wir wollten ja nur eine kleine Runde

Auf dem Rückweg haben wir dann auch noch eine falsche Abzweigung erwischt und kamen in einem Ort ca. 5 km weit von unserem Hof weg raus. Diesen Ort mussten wir dann durchqueren - ich ging ja schon zu Fuß, weil ich wg. Ponybeinen ein ganz schlechtes Gewissen hatte (dabei lief sie wirklich gut). Als wir in den Ort reinritten, sprangen plötzlich alle Pferde los. Da hatte ein alter Opa gerade sein Auto voll mit Kartoffeln gepackt und wollte noch eine Decke drüberpacken, die er natürlich mehr oder weniger vor unseren Pferden ausschüttelte

Er hielt dann immerhin kurz still und wir konnten weiter. Als die Pferde das nächste mal los sprangen, sah ich aus den Augenwinkeln was rotes fliegen - und als ich mich umdrehte, sah ich die Decke grad noch weg fliegen und der alte Kerl lag neben seinem Auto - einfach umgefallen.... Und außer uns kein Mensch in der Nähe. Also bin ich mit wiederstrebenden Pony wieder zurück (die anderen hatten das gar nicht mitgekriegt und wollten eigentlich mit den aufgeregten Pferden nur aus dem Ort raus). GsD rappelte der Typ sich aber wieder auf (vom Pony erschreckt?

) und meinte auf Rückfrage alles ok. Also sind wir weiter.
Den Ort haben wir dann relativ unbeschadet durchqueren können. Mit Pony musste ich mir da ja keine Sorgen machen - aber vor allem die Araberstute war schon etwas heftig - ich glaub die hat auch noch nie eine Ortschaft gesehen - und am Boden (nach der 2. Deckenaktion waren alle abgestiegen) war sie total unbeherrscht.
Die Rücktour verlief dann recht ereignislos und nach 4 Std sind wir dann wieder auf dem Hof gewesen. Dabei wollte ich mit Pony ja nicht soviel.
Nachmittags haben wir die Nasen dann noch mal auf die Weide gebracht - und ca. 1 Std. am Zwischenzaun patroulliert - dann ging es aber doch und wir konnten in Ruhe die Boxen machen.
Ab da verlief es dann fast ereignislos. Es stellte sich allerdings raus, das es nichts brachte die Pferde morgens auf die Weide zu bringen - da waren sie zu unruhig. Am nächsten Tag sind wir nach dem erfloglosen Weideversuch dann nur ca. 1 Std ausgeritten - alle hatten Muskelkater. Pony lief auch sehr bescheiden und ich hatte schon voll das schlechte Gewissen. Koppel ging dann auf jeden Fall schon viel besser und wir haben uns getraut nach Lüneburg zu fahren. Da hatten wir dann leider nur 2 Std Zeit und das ist einfach zu wenig. Zwischendurch gab es ein bisschen Zickenalarm wg. Differenzen welche Geschäfte es Wert sind, berücksichtigt zu werden. Da zwei meinten Tschibo wäre es wert (was ich gar nicht fand), fanden wir anderen zwei es in Ordnung mal in ein Schuhgeschäft zu verschwinden (das Argument das es Schuhgeschäfte auch in Hi gibt, zählt ja wohl genauso für Tschibo

). Jedenfalls haben wir uns dann kurzzeitig getrennt, zum Essen wieder getroffen und kurz vor Ladenschluss einen ganz niedlichen Buchladen entdeckt, in dem es günstige Kalender gab (und noch vieles mehr, wofür die Zeit aber nicht reichte).
Dienstag sind wir morgens dann wieder schön geritten - und Pony lief wieder - total locker und fröhlich - auch im Trab. Diesmal sind wir wieder todesmutig über die Straße - ohne Katastrophen - und haben sogar den Rückweg gefunden. Nach knapp 3 Std waren wir wieder zurück. Auf der Weide klappte es dann auch. Nachmittags waren wir dann bei der Schwester meiner Freundin, die dort in der Nähe wohnt, zum Kaffee bzw. Tee.
Mittwoch war dann der einzige Tag, wo wir mal beim Ausritt nass geworden sind. Es fing ca. Hälfte des Ausrittes an zu regnen, so dass wir ca. 1,5 Std im Regen unterwegs waren. Den Nachmittag haben wir dann auch gemütlich in unserer Ferienwohnung verbracht und die Pferde im Regen auf der Weide. Pony kuschelig in ihrer Regendecke - die anderen sozusagen nackt (ich hatte mich ja wg. der Kommentare gar nicht getraut für alle Pferde Regendecken mitzunehmen - gehabt hätte ich welche...). Wir haben sie dann auch relativ früh in den Stall geholt.
Donnerstag hat es dann aus Eimern geschüttet, so dass wir unsere Pläne umgeändert haben. Statt zu Reiten sind wir gleich vormittags (Pferde auf der Weide) nach Elmshorn gefahren. Dort gibt es ein NF Gestüt, wo eine der Stuten meiner Freundin her kommt. Meine andere Freundin hat da noch gute Kontakte, da einer der Deckhengste noch von ihrem Vater gezogen wurde. Es war zwar noch ein Stück zu fahren (u.a. Elbtunnel *grusel*), aber es hat sich definitiv gelohnt. Super Ponys. Die Hengste waren eh Klasse. Aber auch die Nachzucht und die Stuten.... Von den Jungpferden hätte ich bestimmt die Hälfte einfach so mitnehmen können....
Als wir dann zum späten Nachmittag "nach Hause" kamen, hatte es auch aufgehört zu regnen und wir sind noch eine kleine Runde geritten. Diesmal allerdings in 2er Gruppen, weil meine Freundin mit den NF Ponys die Nase voll hatte vom rumgezackel (wie gesagt die kennen das einfach nicht). Das war dann ein echt entspannter Ausritt.
Freitag war dann im Prinzip der letzte Tag. Morgens sind wir in 2er Grüppchen noch mal 3 Std geritten, dann haben wir die Pferde auf die Koppel gebracht, Boxen gemacht und Weide abgeäppelt. Der Sohn meiner Freundin war vorbei gekommen (der ist zur Zeit beim Bund dort in der Nähe) und Nachmittags wollte noch die Schwester meiner Freundin samt Familie kommen. Das tat sie dann auch - und hatte auch ihren Hund dabei. Und dieses gestörte Tier hat an unsere Schlafzimmertür gepinkelt

Wir haben das dann so gut es ging beseitigt und danach benahm sich der Hund halbwegs. Nach dem Tee sind wir runter auf den Hof und haben die Pferde besichtigt.
Dort waren dann auch die Hofhunde. Trotz Rufen hat sich der Rüde für die Besuchshündin interessiert - und als die nicht wollte hat er das Bein gehoben und dem Sohn meiner Freundin an die Hose gepinkelt

Also hatten wir einen doch würdigen Abschluss des Urlaubs

Mittlerweile lachen wir alle drüber...
Die Rückfahrt Samstag fand dann im strömenden Regen statt - aber das war dann ja auch egal. Sie verlief jedenfalls recht ereignislos.
Ja, das war unser Urlaub. Im Endeffekt ist Mensch und Tier nix passiert und wir können über alles lachen und ein bisschen schön war es auch. Mal schaun ob und wann wir es wiederholen.