Westerwälder und Freunde - zeigen ihr Zuhause

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Re: Westerwälder und Freunde - zeigen ihr Zuhause

Beitragvon Gurumutter » Mo 27. Okt 2008, 10:13

Morgääähnn!

Ui Susanne, da hast du ja einen ganzen Hübbel an Hoppern :-)
Ein zu groß geratenen Reitpony hatte ich auch einmal - das sind tolle und leistungsbereite Pferdchen, nicht? Mir schwebt ja immer noch mal ein Kaltblüter vor, aber ich weiß nicht, inwieweit man die nur so herumstehen lassen und ab und an mal reiten kann. Sind ja vom Prinzip her doch Arbeitspferde, nicht?
Ich hatte mal einen Schwarzwälder als "Leih-Beistellpferd", da wurde mir schon strengstens eingeimpft, das Pferd möglichst karg zu halten und von Kraftfuttergaben abzusehen.

Kürmel, wie geht es deinen Pferden eigentlich? Du hast so lange nichts mehr darüber geschrieben?

Ich habe mich mit meinem Vater gestern als Messeteam betätigt und war in Frankfurt, den Messestand meines Bruders abzubauen. Das war mal wieder eine ganz andere Erfahrung, als den ganzen Tag vorm PC zu hocken *schwitz* :pfeif:
Aber meine Einstellung hat sich mal wieder bestätigt: ich wollte in Frankfurt nicht als Bild an der Wand abgemalt sein. Diese Staus, der Verkehr läuft nicht, Gurumutter mit nem LKW mittendrin - neeeeee echt nicht :-(
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Re: Westerwälder und Freunde - zeigen ihr Zuhause

Beitragvon Krümel » Mo 27. Okt 2008, 11:55

Och, Guru, meinen Hoppas geht es gut.
Krümel habe ich jetzt eine neue Horseware Paddockdecke spendiert, die sollte täglich eintreffen. Die alte ist doch schon ordentlich "durch".
Ihm geht es prima, außer halt dass er etwas weitsichtig geworden ist und sich öfter mal die Nase anschlägt. Tja Pferd wird nicht jünger.
Clever geht es prima, letzten Winter habe ich ja kapuzinerkresse gefüttert und dieses Jahr hatte er keine probleme mit der Allergie und brauchte auch kein Cortison mehr. Er kann sogar trockenes Heu fressen ohne zu ersticken. Das war wohl doch eher was bakterielles in der Lunge. Leider hatte er nicht auf die Meds vom TA angeschlagen, hatte ihn damals ja heftigst gegen Husten behandeln lassen. Anscheinend reagiert er nur auf pflanzliche mittelchen. Nun denn ihm gehts prima und das zählt.
Mr. Right hat gestern noch die Regenrinne an der Heuraufe rapariert, jetzt können sie schön im trockenen ihr Heu mümmeln.
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Re: Westerwälder und Freunde - zeigen ihr Zuhause

Beitragvon Susanne5 » Mo 27. Okt 2008, 15:42

Ich weiß jetzt nicht, ob es noch passt, aber ich schreib jetzt noch was zum warmen Badezimmer. Ich glaube nicht, dass es sich um einen typischen Mann-Frau-Konflikt oder gar um einen typischen Beziehungskonflikt handelt, sondern um einen Wärmeempfindungskonflikt und um die Frage "Wie reich wirke ich auf andere Leute".
Der Wärmeempfindungskonflikt: Es gibt Leute, vorzugsweise mit niedrigem Blutdruck und sitzender Arbeitsweise, die frieren sehr schnell und ausdauernd. Wenn sie können und dürfen heizen sie ihre Häuser, Wohnungen und Bäder mollig warm ein. Ebenso mögen Landwirte und Waldarbeiter, die auch bei großer Kälte draußen arbeiten, mollig warme Häuser. Dann gibt es Leute, die merken so geringere Temperaturunterschiede, sagen wir mal eine Raumtemperatur 18°C, überhaupt nicht. Man merkt das auch an der bevorzugten Kleidung und den Bettdecken. Ich selber bin ein absolut warmes Weichei. Meine Familie (Mann und vier Kinder) haben eher Eisbären unter den Ahnen. Gehe ich im Winter zum Reiten, ziehe ich eine lange Angora-Unterhose und eine Thermohose an, einen dünnen Pullover, einen dicken Pullover und eine dicke jacke mit Fleesefutter. Meine Tochter fragt mich:" Mammi hast Du eine Polarexpedition vor?" und lacht. Sie selber zieht eine normale Jeans und eine wattierte Jacke über den dünnen Pulli an. Tja und über die Raumtemperatur gibt es halt Diskussionen. Da ich am meisten zu Hause bin, heize ich auch überwiegend nach meinem Temperaturempfinden. Früher zahlte ich auch die Heizölrechnung, da fiel das niemandem sonst auf. Seit wir Gas haben, zahlt mein Mann.

Blöder Weise kostet Heizen halt kräftig Geld, und das Wärmeempfinden ist nicht nur eine Frage der Persönlichkeit.

Viele Leute leisten sich irgendetwas Teures und sparen an anderer Stelle. Eigentlich ein ganz normales sehr rationales Verhalten. Ich halte drei Pferde. "Pferde sind teuer." "Nur reiche Leute haben solche Luxuspferde." "Wie finanziert sie das bloß?" "Das kann sich doch eine Lehrerin gar nicht leisten" ..... So wird über mich gesprochen. Ich wirke reich, weil ich die Pferde habe. Irgendwann hab ich mal so einen Menschen direkt vor mir gehabt, der mir erzählte, wie reich ich sein muss, weil.... (Er wollte Geld von mir :D ) Ich sagte damals: "Ich rauche nicht, ich trinke äußerst selten ein Viertele, ich werfe mich nicht in teure Kleider, ich geh selten zum Friseur, ich fahre ein billiges Auto, wir brauchen nicht viel Geld fürs Essen. Für das, was ich dadurch spare, könnte ich locker noch ein Pferd halten." Doch ich weiß seitdem, dass ich auf manche Leute reich wirke. Meine billigen Bereiche fallen nicht so ins Auge.

Krümel, ich glaube Du wirkst halt auch "reich", weil Du ein eigenes Haus und Pferde hast, kräftig Geld für Deine schöne Flöte ausgibst und Deine Sparbereiche nicht so augenfällig sind.
So und nun: Mr. R. friert mehr als Du und hält Dich für reicher als Du bist. ------->Der schönste Konflikt entsteht, weil Mr. R. Krümel für kleinlich hält und Krümel hält Mr. R für verschwenderisch. Einen guten Rat habe ich nicht, aber vielleicht solltest Du manchmal mit Mr. R darüber sprechen, dass Du Dir Flöte, Pferde und Haus nur erlauben kannst, weil Du in anderen Bereichen, z.B beim Heizen, so sparsam bist.
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Re: Westerwälder und Freunde - zeigen ihr Zuhause

Beitragvon Krümel » Mo 27. Okt 2008, 16:48

Richtig Susanne,
das habe ich Mr. Right auch schon gesagt:
Ich fahre nicht in Urlaub
Kaufe meine Klamotten nur im Billig-Discounter
Heize mit Holz und versuche Öl zu sparen wo es geht.
Renoviere im Haus alles selber um Kosten zu sparen.
Fahre ein altes Auto.
Mache die Reparaturen am Auto mit meinem Bruder zusammen.
Kaufe mir keine Zigaretten sondern drehe die paar Stück die ich rauche selber mit Tabak.
Esse nur wenig und gehe nie aus essen.

All das habe ich ihm schon gesagt, aber anscheinend will er es gar nicht hören. Ich bin jetzt eisern, wenn es ihm zu kalt ist muss er in seiner Wohnung bleiben, ich kann mir das nicht leisten, Punkt aus die Maus. Weisst du Susanne, er ist ja auch jemand der seinen Sommerurlaub auf den Kanaren braucht, ich nicht. Ich hab für so was kein Geld und wenn ich es hätte würde ich es lieber in mein Haus stecken, da habe ich jeden Tag was davon. Aber das liegt wohl daran, dass er nur eine Mietwohnung hat und die mir persönlich überhaupt nicht gefällt, aber da muss ich ja nicht leben. Da kann ich es schon verstehen, dass man mal für ein paar Wochen im Jahr raus muss. Aber bei mir isses halt anders, ich habs gemütlich und schön und freue mich über jede freie minute die ich glöücklich auf der Terrasse in der Sonne liegen kann. Das ist irgendwie ein anderes Leben glaube ich.
Na, ich denke aber das da was bei dem Herrn angekommen ist und er vielleicht auch mal über andere Lebensweisen nachdenkt. Wenn er andere Prioritäten im Leben hat dann kann ich dem nicht folgen. Ich werde nie mein Haus und die Tiere aufgeben nur um Urlaub auf den Kanaren machen zu können oder im Winter im Shirt durchs Haus zu rennen.
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Re: Westerwälder und Freunde - zeigen ihr Zuhause

Beitragvon Gurumutter » Mo 27. Okt 2008, 17:29

Susanne, du hast so weise geschrieben, eigentlich müsstest du den Namen Gurumutter tragen *gg*.
Ich kann dir nur uneingeschränkt recht geben. Hast ein Pferd, biste reich. Rauchst du für 300 Euro im Monat, interessiert das keinen.

Krümel: ich denke auch, dass es sich hier um keinen typischen Frau-Mann Konflikt handelt, sondern einfach darum, dass 2 Mensch ziemlich verschiedene Grundbedürfnisse und Ansichten haben. Verständnis ist immer gut, aber man muss halt auch die eigene Position vertreten, insbesondere dann, wenn man etwas "ausbaden" soll, das man selbst nicht bestellt hat (hohe Heizrechnung). Würdet ihr jetzt zusammen wohnen und euch die Kosten teilen, wäre es etwas anderes. Da könnte er ruhig mehr heizen, aber du hättest dennoch weniger zu zahlen, weil er ja die Hälfte übernehmen würde.

Es setzt halt jeder seine eigenen Schwerpunkte. Und wenn ich mir die ein oder andere Sache (teures Musikinstrument, Pferde etc.) leiste, weil ich in anderen, mir nicht so wichtigen Bereichen spare, dann ist das meine Sache und heißt nicht, dass ich zuviel Geld habe, nicht? ;-)
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Re: Westerwälder und Freunde - zeigen ihr Zuhause

Beitragvon Susanne5 » Di 28. Okt 2008, 09:44

Gurumutter hat geschrieben:Susanne, du hast so weise geschrieben, eigentlich müsstest du den Namen Gurumutter tragen *gg*.
Ich kann dir nur uneingeschränkt recht geben. Hast ein Pferd, biste reich. Rauchst du für 300 Euro im Monat, interessiert das keinen.

Danke für das Lob *erröt* :oops: Ich weiß nur nicht, ob es Krümel wirklich geholfen hat. Krümel, Du siehst sehr genau, worauf Du verzichtest und was Du Dir dafür leisten kannst. Das ist gut so. Für Deinen freund scheint seine Wohnung nicht so wichtig zu sein aber die Reise auf die Kanaren. Auch das ist gut so. Es ist nur nicht so einfach aus den beiden Prioritätenlisten ein gemeinsames Leben zu gestalten.
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Re: Westerwälder und Freunde - zeigen ihr Zuhause

Beitragvon Krümel » Di 28. Okt 2008, 14:06

Ja, ich gebe euch beiden uneingschränkt Recht.
Es ist schwierig da auf einen Nenner zu kommen. Vor allem weil ich keines meiner Tiere weggeben würde, nur um ne Woche Kanaren zu haben.
Klar würde auch ich gerne mal in Urlaub fahren, aber mit allen Kosten am Bein geht das nunmal nicht. Wenn wir zusammen leben würden, wäre das wirklich locker was anderes, dann könnte man sich prima die Kosten teilen und ich hätte auch mal nen Euro für nen Urlaub übrig, wenn es für ihn so wichtig ist weg zu fahren. Aber derzeit ist der Stand nunmal so, dass wir getrennt wohnen und ich für Haus und Hof alleine gerade stehen muss. Da sind Extras bei mir einfach unmöglich.
Ich hoffe nur mal langsam, dass bei ihm auch mal der Cent fällt. Weil er ja von Natur her kein verschwenderischer Mensch ist, nur bei mir allen Luxus seltsamer Weise voraussetzt.
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Re: Westerwälder und Freunde - zeigen ihr Zuhause

Beitragvon Gurumutter » Di 28. Okt 2008, 14:21

Tja Krümel, wer sich ne Flöte für ein Geld kauft, wo andere einen Gebrauchtwagen für kriegen...... *duckundwech* :bruell: :kicher: :kicher:

Ach, bei mir war heute auch Stress. Erst bucht die Telekom 302 Euro für mein Handy ab, mit dem ich seit einem Monat nicht mehr telefoniere, dann will ein Kunde eine bereits bezahlte Übersetzung vom Juni (!!!!) unter fadenscheinigen Gründen reklamieren - klar bin ich der deutschen Rechtschreipunkt und Kramatique nicht so recht mächtig, aber was solls :wall: :wall: :klappe: .
Eigentlich kann der Tag nur noch besser werden - außer der Gerichtsvollzieher kommt gleich *muahhahahaha*
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Re: Westerwälder und Freunde - zeigen ihr Zuhause

Beitragvon Krümel » Mi 29. Okt 2008, 11:36

Guru, deshalb muss mein altes Auto noch zwei Jahre länger zusammengeflickt werden :oops: :oops: :oops:
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Re: Westerwälder und Freunde - zeigen ihr Zuhause

Beitragvon Gurumutter » Mi 29. Okt 2008, 12:36

Tja Krümel, fassen wir doch einfach mal die Fakten zusammen: man muss Prioritäten setzen. Punkt! 8-) :pfeif:

Ach, gestern hatte mein Vater Geburtstag und die Verwandschaft war da. Darunter auch mein Onkel. Der züchtet Trakehner im kleinen Stil. Er fing mit einer Stute an, wenig Ahnung und viel Glück. Heute laufen seine Zuchterfolge im Bundeschampionat herum - unglaublich! Er hatte jetzt mal ne Ausnahme gemacht und nicht mit dem Favoritenhengst gezüchtet, sondern mit einem Araber. Heraus kam ein Hengst, der "nur" 1.60 wurde - so ein Zwerg aber auch :kicher: . Auch dieser wurde jetzt kürzlich gekört. Ein Stutfohlen, das er garnicht verkaufen wollte, wurde ihm regelrecht aus den Rippen geleiert, für knapp 13.000 Euro - das muss sich mal einer überlegen. Aber mich freuen seine Erfolge. Er ist immer noch der nette Pferdefreund von nebenan und dabei nicht größenwahnsinnig geworden.
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